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Pressespiegel

Ein Stirnrunzeln öffnet die Augenlider.

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Nach Operation an Tübinger Klinik kann ein Reutlinger wieder fast so normal sehen wie früher.

Muslimische Ärztin heilt jüdischen Patienten: Der zuvor nahezu blinde Mann vermag jetzt endlich seine Augenlider zu heben – durch Stirnrunzeln.

 Tübingen. Die Szene in der Tübinger Loretto-Klinik ist nicht alltäglich. Patient B. drückt seiner Ärztin einen Kuss auf die Stirn und sagt dann feierlich: "Gott schütze Sie und Gott segne ihre Hände." Dank ihrer Hände kann der 66-jährige Mann wieder sehen. Sieben Jahre hatte R. an einer Ptosis gelitten.
Eine Zyste in der vorderen Hirnhälfte lähmte die Nerven beider Lider. So vermochte er die Lider nicht mehr zu heben. Nur ein kleiner Spalt blieb offen. B. konnte nur sehen, wenn er den Kopf weit in den Nacken legte oder wenn ei mit den Fingern die Lider nach oben schob. Lange hat er sich mit einer Spezialbrille beholfen, deren Bügel die Lider heben konnte.
"Ich war tollpatschig", erzählt B. "und ich habe mich immer wieder am Kopf gestoßen." Auf Dauer wollte sich der Mann mit zwei Ingenieursdiplomen (Maschinenbau und Heizungsbauwesen) nicht damit abfinden. Er hatte auch große Schmerzen. Auf der Suche nach medizinischer Hilfe stieß B. auf die zierliche Ärztin Hengameh Farsad. Auch sie hat zwei Berufe erlernt. Die Medizinerin aus Teheran ist Dr. med. und Dr. dent. med. Seit Januar hat sie sich in der privaten Lorettoklinik als Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie für Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie niedergelassen. In der Klinik begegneten sich zwei unterschiedliche Menschen. B. ist jüdischer Abstammung, die gebürtige Iranerin mit deutscher Staatsangehörigkeit Muslimin. Bei ihnen habe das aber keine Rolle gespielt, sagen beide.
"Ich empfinde Sie als wunderbare Person", sagt B. über Farsad. Auch die Ärztin bringt ihre Wertschätzung gegenüber ihrem Patienten zum Ausdruck, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass er kein einfacher Patient ist, dass sie ihn zähmen musste "wie einen Bullen": "Er war so widerspenstig."
B. konnte sich nicht sofort für die Operation entscheiden. Sie wird selten gemacht, und er wusste, was auf dem Spiel stand. Bei einem Misslingen der Operation konnte völlige Blindheit die Folge sein, Er informierte sich lange über die Medizinerin. Sie korrigiert Gaumenspalten, befreit Menschen von Hautkrebs im Gesicht. Farsad richtet auch Nasen und Brüste, saugt Fett ab - so genannte Schönheitsoperationen. Würde die plastische Chirurgin auch seine Lider heilen können? B. überlegte lange. Nach langem Zureden willigte er ein. Aber er meint, er habe nicht überredet werden müssen. "Ich habe das Vertrauen zu ihr gefunden", versichert er.
Im Mai lag er auf dem Operationstisch. Farsad verband die Lider durch eine Goretex-Schlinge mit der Stirnmuskulatur des Patienten. Schon fünf Tage danach konnte er seine Lider wieder heben, einfach durch ein leichtes Runzeln der Stirn. Das Sehen bedeutet jetzt keine Anstrengung mehr für ihn. "Das Leiden ist vorüber", freut sich B. Das Schreiben, das Lesen, ja, einfach einem Menschen in die Augen zu schauen, fällt wieder leicht. "Es ist wieder so normal wie früher", sagt der Mann aus Reutlingen.

 

Für Schönheit und Wohlbefinden

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Die Ästhetisch-Plastische Chirurgie umfasst ein breites Behandlungsspektrum - vieles ist möglich.

 

Wenn die Spuren der Zeit oder äußerliche Eigenheiten bis hin zu Missbildungen das subjektive ästhetische Empfinden stören, bietet die plastische Chirurgie in vielen Fällen Lösungsmöglichkeiten an. Wir sprachen mit Hengameh Farsad, Fachärztin für Plastisch-Ästhetische Chirurgie und für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in der Loretto-Klinik in Tübingen.

Ob Brustvergrößerungen oder -verkleinerungen, Lidstraffung, Facelifting, Kinn- oder Nasenkorrekturen - das Leistungsspektrum der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie ist groß. "Ein stark nachgefragter Trend, besonders in den USA, ist derzeit die post-bariatrische Chirurgie", sagt Hengameh Farsad. Neue Operationstechniken verhelfen extrem übergewichtigen Menschen nach erfolgreicher Gewichtsreduktion wieder zu harmonischen Körperformen. In den USA gebe es mehr und mehr Menschen, die bis zu 120 Kilo abnehmen, und deren Haut- und Muskelgewebe danach aber extrem erschlafft sei. "In einer vier- bis fünfstündigen Operation ist es möglich, überschüssige haut- und Fettbestandteile gürtelförmig zu entfernen und dem Patienten wieder zu einer schönen Taille und straffem Bauch, Po und Oberschenkel zu verhelfen."

Die erste Säule der Plastischen Chirurgie ist die wiederherstellende Chirurgie. In diesen Bereich fallen zum Beispiel die Korrektur von Lippen-Kiefer- und Gaumenspalten ebenso wie die harmonische Gestaltung einer fehlgebildeten Brust ("Rüsselbrust") sowie das Wiederherstellen der Körperformen nach Unfällen und Krebsoperationen.

Die zweite Säule der Plastischen Chirurgie stellt die Verbrennungschirurgie dar. Patienten mit einer Körperverbrennung von fünf bis 100 Prozent müssen in speziellen Verbrennungszentren behandelt werden.

Eine weitere Sparte stellt die reine Handchirurgie dar: Die Behandlung von Handverletzungen, Handfehlbildungen, Handtumoren oder rheumatischen Veränderungen der Hand gehören dazu.

Die vierte aber auch sehr wichtige Säule umfasst alle Schönheitsoperationen vom Wadendesign angefangen, über Oberschenkelstraffung, Formung eines schönen Pos durch Implantate, Lidstraffung und Gesichtsstraffung bis hin zu Nasen- und Kinnkorrekturen.

"Hoch im Kurs stehen derzeit die Eigenfettbehandlung zur Verjüngung und Revitalisierung des Gesichts, des Halses und der Hände. Prominente haben es vorgemacht", so Hengameh Farsad. Bei dieser Methode wird Fett vom Oberschenkel abgesaugt und ganz fein zum Beispiel ins Gesicht gespritzt. Die Methode wurde vor einigen Jahren entwickelt. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Fettzellen ins neue Gewebe einwachsen und zu einem vitaleren und jüngeren Erscheinungsbild verhelfen. Feinste Kanülen machen die Behandlung heutzutage einfacher und erfolgreicher.

Für die erfolgreiche Behandlung ist in jedem Fall immer eine ambulante Voruntersuchung und zwei ausführliche Aufklärungsgespräche die Voraussetzung.

"Wenn es vom Patienten gewünscht wird, bieten wir auch mehrere Beratungstermine an", sagt Hengameh Farsad.

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Ganz natürlich schöner werden

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In Tübingens Loretto-Klinik operiert eine Frau vom Fach: Die plastische Chirurgin Hengameh Farsad.

Arztbesuche sind Vertrauenssache. Der Gang zum Schönheitschirurgen ist es aber noch ein bisschen mehr. Was dabei kaum einer weiß: Jeder approbierte Arzt kann sich als Schönheitschirurg bezeichnen. Da kann man schneller in falsche Hände geraten, als man meinen mag. Und ist der Schaden erst einmal da, muss manch' eine "Schönheits-OP" wieder schön-korrigiert werden. Auch solche Fälle hat Hengameh Farsad bedauerlicherweise manchmal auf ihrem OP-Tisch. Seit Januar operiert die Ärztin in der Loretto-Klinik in Tübingen. Das Besondere an Farsad: Hat sie nicht nur im Rahmen ihrer Ausbildung zur Mund-/Kiefer- und Gesichtschirurgin eine Sonderausbildung für plastische Operationen gemacht - sondern auch eine weitere Facharztausbildung zur plastisch-ästhetischen Chirurgin. So viel geballte Kompetenz gibt es nicht allzu oft in Deutschland.

Farsads Mantra: Vor plastischer Chirurgie braucht niemand Angst zu haben. Wichtig ist: Die Bezeichnung macht's. Die Deutsch-Iranerin erklärt: "Plastische und ästhetische Chirurgie sind, anders als der Name Schönheitschirurgie, geschützte Begriffe. Und diese Bezeichnungen setzen glücklicherweise eine sechsjährige Weiterbildung voraus." Genau diese intensive Weiterbildung hat Farsad gemacht.

Farsad, die in Teheran aufwuchs, wollte schon als Kind Ärztin werden. Mit gerade 16 Jahren machte sie Abitur. Nachdem ihr Schulabschluss in Deutschland anerkannt worden war, begann sie, Medizin zu studieren. Da wurde auch ihr Kindheits-Wunsch präziser: "In der Mitte des Studiums entschloss ich mich, wiederherstellende Chirurgie zu machen." Mit 24 Jahren war sie fertig, als eine der jüngsten Absolventen an der Universität in Mainz. Danach machte sie noch ein Zahnmedizin-Studium. Nach ihrer Facharztprüfung folgten zahlreiche Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen in Europa und den Vereinigten Staaten. Und zwar auf dem Gebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wobei sie hauptsächlich Gesichtsfehlbildungen, Hasenscharten, Fehlbisse und Patienten mit Krebserkrankungen operierte. Nach jahrelanger Tätigkeit auf diesem Gebiet schloss sie ihre zweite Weiterbildung auf dem Gebiet der plastischen und ästhetischen Chirurgie ab.

Die Ärztin erklärt: "Es gibt mehrere Säulen in der plastischen Chirurgie. Wiederherstellende Chirurgie, hier können wir Gesichts- oder Brustfehlbildungen korrigieren. Die zweite Säule sind die Verbrennungsopfer, auch die können wir heute sehr gut behandeln. Die dritte Säule ist die Handchirurgie: Da geht es zum Beispiel um die Korrektur von Handtraumata oder schweren Verletzungen. Und das Vierte ist eben die ästhetische Chirurgie, die auch als Schönheitschirurgie bezeichnet wird." Farsad lacht: "Sie sehen schon, plastische Chirurgie ist wesentlich komplexer als Schönheitschirurgie."

Wobei Farsads Schwerpunkt in der Lorettoklinik durchaus verschönernde Maßnahmen sind. Also Facelifts, Nasenkorrekturen, Brustvergrößerungen, -verkleinerungen oder -straffungen oder Fettabsaugungen. Ein weiterer Trend: Genitalästhetik. "Das mache ich bei Frauen und bei Männern. Oft kann der Intimbereich bei Patienten aus den verschiedensten Gründen für Befangenheit sorgen - und damit sehr große Probleme bei der Sexualität verursachen." An ihrem Arbeitsplatz kann Farsad ihre Patienten in aller Ruhe äußerst diskret beraten. In der Lorettoklinik gibt es eine spezielle Station für plastische Operationen. Anders als in den USA ist Verschwiegenheit in Sachen schöner Verbesserungen für viele Deutsche noch immer wichtig. Wobei Farsad meint: "Auch bei uns hat es einen enormen Wandel gegeben. Vor zehn bis fünfzehn Jahren hätte keine Person zugegeben, daß sie ihre Problemzonen absaugen lassen hat, heute schon. Aber es gibt schon noch Vorurteile."

Von den Vorurteilen zu den Vorteilen in Deutschland: Noch etwas ist bei uns völlig anders als in den Vereinigten Staaten. In Amerika springen die gemachten Veränderungen vielen Patienten regelrecht aus dem Gesicht - und damit jedem Betrachter unvorteilhaft ins Auge. In Deutschland setzen die meisten plastischen Chirurgen auf, wie der Name schon sagt, ästhetische Chirurgie. Auch für Farsad ist die Ästhetik eines der wichtigsten Kriterien ihrer Arbeit: "Plastische Chirurgie hat, wie der Name sagt, sehr viel mit Gestalten, Formen oder neu Schaffen zu tun. Und jede Gesichtsarchitektur ist unterschiedlich. Deshalb gibt es beispielsweise auch keine universelle Nase, die in jedes Geischt passt. Man muss also bei einer Nasen-OP eine Nase formen, die den Wangenknochen, der Kinnregion, der Stirn und den Lippenwinkeln gerecht wird. Wenn in ein großes Gesicht eine Stupsnase hinein operiert wird, wird die Harmonie des Gesichts zerstört."

Zwei weitere Prinzipien der Ärztin: "Ich lehne es ab, wenn das Alter des Patienten nicht mit dem harmoniert, was er mit einer Schönheitsoperation erreichen will. Das Ergebnis muss natürlich sein, das ist mir wichtig. Was ich auch nicht mache, sind Operationen, die aus medizinischer Sicht zu riskant sind: Wenn jemand sehr viel Übergewicht hat, aber alles auf einmal abgesaugt haben will. Oder wenn eine Frau riesengroße Brustimplantate möchte. Jeder seriöse Arzt weiß, dass dadurch Spätfolgen an der Wirbelsäule entstehen." Schönheits-OPs, warnt die Ärztin, können bei manch einem Patienten zu einer regelrechten Sucht werden. Dagegen wappnet sie sich: Vor jedem Eingriff führt sie mehrere Beratungsgespräche.

Farsad hat viel Erfahrung. So war sie im Offenbacher Schwerverbrannten-Zentrum, an der bekannten Universitätsklinikum Charité in Berlin, am Replantationszentrum Magdeburg und an der Universität in Aachen. Jahrelang half sie Unfallopfern und Menschen, die durch Krebs, Tumore und Fehlbildungen entstellt waren. Die Ärztin meint: "Es ist schön, wenn man Patienten helfen kann, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. man verhilft ihnen ja nicht nur zu einem neuen Antlitz, sondern auch zu einem neuen Leben." Selbst kleine Makel können einen Menschen sehr quälen. "Wenn jemand zum Beispiel eien ganz großen Leberfleck an der Wange hat, dann stört ihn das und er leidet darunter. Für ihn ist das subjektiv genauso störend wie für einen Menschen, der eine Fehlbildung an der Hand hat."

In der Loretto-Klinik hat Farsad inzwischen bis hundert Patientenanfragen pro Woche - ob aus Hamburg, München, den friesischen Inseln oder Österreich. Hengameh Farsad schmunzelt: "Die meisten Patienten kommen auf Empfehlung. Auch das gibt es heute durchaus, dass die eine Freundin der anderen sagt, dort war ich und das lief gut. Das läuft nicht mehr so im Geheimen wie früher." Geheim lief es zumindest in Düsseldorf. Auch dort arbeitete die plastische Chirurgin - und machte dabei zahlreiche Promis schöner. Wer genau das war, wird aber nicht verraten. Wie gesagt: Arztbesuche sind Vertrauenssache.

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Falten nicht als Lebenselixier

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Unser Gast der Woche: Die Plastische Chirurgien Hengameh Farsad richtet Nasen und Brüste

Als junge Frau kam Hengameh Farsad zum Medizinstudium von Teheran nach Mainz. Seit ein paar Monaten operiert die Plastische Chirurgin nun in Tübingen, verändert Oberkiefer und Gesichter, richtet Brüste und Nasen.

Tübingen. "Gérard Depardieu würde ich wieder wegschicken", sagt Hengameh Farsad. "Der Mann ist doch attraktiv", ergänzt sie lachend. Trotz, oder gerade wegen seines beeindruckenden Zinkens. Chirurgin Farsad hat schon einige Nasen gerichtet. Die Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie operiert seit Januar als niedergelassene Medizinerin unter dem Dach der Tübinger Loretto-Klinik.

Ihr Schwerpunkt dort ist die Schönheitschirurgie, auch "Ästhetische Chirurgie" genannt. Brustvergrößerung und -straffung, Facelifting ud Nasen-Korrekturen, Fettabsaugen - laut Farsad sind das die häufigsten Eingriffe bei Frauen. Schwer im Kommen sind aber auch Schamlippen-Verkleinerungen. "Genitalästhetik ist in den USA und Brasilien schon ein boomender Markt."

Das gilt auch für Männer. Sie machen laut Farsad mehr als ein Drittel ihrer Kunden aus - mit steigender Tendenz. Bei den Herren beliebt sind, neben Nasen-OP und Facelifting: Penisvergrößerungen.

Doch wieder zurück ins gesicht, neben der Brust Farsads Spezialgebiet: Welcher Nasentyp ist derzeit besonders beliebt? "Feine, zierliche Nasen", sagt sie. Und: Nase nebst üppiger Lippen - wie beim Hollywood-Star Angelina Jolie. Los gehts bei 2000 Euro für eine Korrektur der Nasenspitze. Aufwendigere Eingriffe können schon mal das Fünffache und mehr kosten.

Schönheits-OPs können bei manchen zur Sucht werden, sagt Farsad. Vor jedem Eingriff führt sie zwei Gespräche mit ihren Patienten, "mindestens". Und sie operiert nicht jeden. "Wenn eine Frau zu mir kommt und will ihre Nase verändern, weil ihr Freund die zu groß findet, rate ich: Verändern Sie ihren Freund!" Und es existieren biologische Grenzen: "Man kann aus der Haut einer 70-jährigen nicht die einer 25-jährigen machen." Auf der anderen Seite gibt es Frauen und Männer, die jahrelang unter ihrem Äußeren leiden. Oder einfach unzufrieden sind: "Eine Frau, die gerade Großmutter geworden ist, wollte schon so lange eine neue Nase." Vor kurzem erfüllte sie sich ihren Wunsch.

Farsad operiert auch Kassenpatienten, etwa mit Hautkrebs im Gesicht, doch es sind wenige. "Von normalen Patienten allein kann man nicht leben", sagt sie. So zahlen die Kassen für den "Erstkontakt", das können auch mehrere Gespräche sein, eine Pauschale von gerade mal 13 Euro.

Auf den Begriff Schönheitschirurgin reagiert Hengameh Farsad ein bisschen allergisch: "Falten sind nicht mein Lebenselixier, ich mache handfeste Chirurgie." Und das schon seit vielen Jahren. Etwa als Oberärztin am Schwerverbrannten-Zentrum Offenbach oder am Traumazentrum in Görlitz. Als Spezialistin für Mund, Kiefer und Gesicht hatte sie jahrelang mit Unfallopfern zu tun, operierte Krebspatienten, Kinder mit Hasenscharte oder Patienten mit Kieferfehlstellungen ("Fehlbiss").

Farsad wuchs auf in der iranischen Hauptstadt Teheran. Schon mit 16 machte sie dort ihr Abitur. "Eigentlich wollte ich zum Studieren nach Los Angeles" - wie ihre Cousinen. Doch die Familie schickte sie nach Deutschland. Im Dezember 1977, keine zwei Jahre vor dem Sturz des Schahs in ihrer Heimat, kam die junge Iranerin in Begleitung ihres Vaters und im Alter von nicht einmal 17 Jahren im verschneiten Frankfurt an. Ihr erster Eindruck: "Es ist so kalt hier." Auch das Essen fand sie reichlich gewöhnungsbedürftig.

Der Anfang war nicht einfach. "Holt mich hier raus", bat sie die Familie am Telefon. Nach ein paar Monaten Studienkolleg an der Mainzer Uni war es dann soweit: Ihr Abitur wurde anerkannt, Farsad begann ein Medizinstudium. Mit 24 Jahren war sie fertig, "als eine der jüngsten Absolventen an der Mainzer Uni". Das war 1984, in ihrer Heimat tobte der Krieg mit dem Irak. "Komm jetzt bloß nicht zurück", riet ihre Familie. Um nicht ausgewiesen zu werden, fing sie ein Zahnmedizin-Studium an. "Ich kam dazu wie Maria zum Kind."

Nach der erfolgreichen Facharztprüfung 1996 wollte sie eigentlich zurück  in den Iran - doch das ging nicht, weil sie für den Erhalt der deutschen ihre iranische Staatsbürgerschaft hatte aufgeben müssen. Es folgten Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen, zahlreiche Aufenthalte in Belgien, England, der Schweiz oder den USA (Dallas, Austin, Stanford). Und nun also Plastische Chirurgie in Tübingen. "Das hat sich so ergeben", sagt Hengameh Farsad. Es hätte auch Dubai werden können.

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